Architektengemeinschaft in die Wüste geschickt!
Landrat Schneider ist froh!
Endlich wurden zumindest teilweise Konsequenzen gezogen, nach den exorbitanten Kostensteigerungen bei der Sanierung des Neustädter Schulzentrums. Wie berichtet, ging man ursprünglich von Kosten in Höhe von 25 Millionen aus. Momentan spricht man von Gesamtkosten von 38 Millionen, ein Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht.
Gestern gaben das Landratsamt Neustadt/Aisch- Bad Windsheim und die Architektengemeinschaft Spieler/Liebberger/Reeg in einer gemeinsamen Erklärung bekannt, dass man sich trennen werde. In nächster Zeit werden die restlichen Arbeiten neu ausgeschrieben. Eine Schuldzuweisung erfolgte nicht, der Landkreis behält sich weitere Schritte vor und lässt haftungsrechtliche Fragen klären. Man hofft auch, dass die Regierung von Mittelfranken einen Teil der Mehrkosten bezuschusst.
Dieselben Architekten hatten auch vorab ohne Ausschreibung den Planungsauftrag für das neue Bad Windsheimer Feuerwehrhaus vom damaligen Bürgermeister W. Eckardt erhalten. Hierzu ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Regierung von Mittelfranken anhängig. Falls auch hier die Krähen nicht hacken wollen, wird man sich an den zuständigen EU- Kommissar für Wettbewerbsrecht wenden.
Für das Renommee eines Architekten ist ein solches Ereignis eine Katastrophe. Es wird auch noch zu bewerten sein, ob auch unsere Kommunalpolitiker ihren Anteil an den ausufernden Kostensteigerungen haben. Genauso muss hinterfragt werden, ob im Landratsamt alles mit rechten Dingen zuging.
Bei der Windsheimer Zeitung sitzt man offensichtlich wieder einmal sehr bequem in den gut gepolsterten Redaktionssesseln, braucht man sich doch (noch) vor keiner Konkurrenz zu fürchten und bringt eine brandaktuelle Meldung wieder einmal als Oldie.