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Kandidaten stellen sich den Fragen von Klaus Seeger
http://www.radio8.de/aktionen/das-wahlduell-in-bad-windsheim.html
Die von Klaus Seeger moderierte Veranstaltung im überfüllten KKC könnte noch einige Verschiebungen bei der Stimmenabgabe bewirken, sofern nicht bereits per Briefwahl abgestimmt wurde. Jeder Kandidat konnte sich beliebig oft zu Wort melden und es konnte auch auf die Argumente der anderen Kandidaten eingegangen werden.
Bernhard Kisch (CSU) dürfte seine führende Position weiter ausgebaut haben. Amtsinhaber Ralf Ledertheil war oft in der Defensive und fällt weiter zurück. Dr. Henkel (FWG) konnte sich längst nicht so gut wie in Ickelheim darstellen. Ismene Dingfelder (SPD) verkaufte sich unter Wert. Jürgen Heckel (WiR) glänzte durch ständige Zuwortmeldungen und Inanspruchnahme eines weitaus größeren Teils der insgesamt zur Verfügung stehenden Redezeit.
Moderator Klaus Seeger ließ sich von Jürgen Heckel bezüglich Redezeit wiederholt über den Tisch ziehen. Ob die vielen Zuhörer Heckels Rededrang als positives Engagement oder als negative Wichtigtuerei beurteilen, lasse ich mal dahingestellt sein.
Auch gegenüber Ismene Dingfelder war Seeger nicht fair. Er wollte von ihr wissen, was denn der Ausbau des Breitbandnetzes in Bad Windsheim kosten würde, eine Frage, die auch die anderen Kandidaten nicht beantworten konnten. Auf die Frage Seegers an Dingfelder, was sie denn von Ralf Ledertheil gelernt habe, antwortete Dingfelder lediglich mit einem einzigen Wort: "nichts".
Es gibt Prognosen, die Bernhard Kisch bereits bei über 50 % sehen, auf jeden Fall ist Kisch erster Anwärter für die Stichwahl. Stichwahlkandidat/in Nummer 2 dürfte entweder Dingfelder oder Dr. Henkel sein.
Ein im Foyer des KKC aufgeschnapptes Gespräch eines Besuchers mit Bernhard Kisch ging sinngemäß in etwa so: "Sie, Herr Kisch, eines sag`ich Ihnen gleich, ich habe Sie bereits gewählt und meine gesamte Familie auch, aber ich verlange, dass Sie gleich von Anfang an den Querulanten von der FWG die Spur einstellen. Wenn Sie das nicht gleich zu Anfang machen, werden Sie keine Ruhe haben, von denen...., das ist doch unmöglich, wie die sich aufführen...". Eine Antwort von Kisch wurde nicht vernommen.
Insgesamt gesehen war die Veranstaltung im KKC wesentlich besser dazu geeignet, sich ein Bild von jedem einzelnen Kandidaten zu machen, als die Ickelheimer Veranstaltung am 12. Februar.