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Wieder eine Überraschung durch die FWG.
Viele Bad Windsheimer Bürger hatten befürchtet oder gehofft, dass sich Wolfgang Eckardt wieder als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen würde. Mit dem dann vorgestellten Pfarrer und CSU- Mitglied Jürgen Henkel hatte absolut niemand gerechnet. Als jetzt der bisherige FWG- Ortsvorsitzende Thomas Laue ankündigte, dass er nicht mehr kandidieren würde, hatte wiederum kaum jemand Wolfgang Eckardt auf der Rechnung. Viele gingen davon aus, dass er sich nach der sensationellen und demütigenden Abwahl aus dem Bürgermeisteramt Anfang 2008 weitestgehend aus der Kommunalpolitik zurück ziehen würde. Einer seiner Motivationsgründe ist wohl jetzt, den damaligen Wahlsieger Ralf Ledertheil aus dem Amt zu kippen.
In seiner Argumentationsauflistung anlässlich seiner Rede hat Eckardt dann auch ganz schön geholzt. So charakterisiert Eckardt den amtierenden BM Ledertheil als jemanden, "der lieber am Buffet der erste ist, als im Rathaus der letzte." Da mag schon einiges dran sein, aber Eckardt übersieht geflissentlich, dass es durchaus auch Paralellen zwischen den Bürgermeistern Eckardt und Ledertheil gibt. So zieht Ledertheil Nahrung eher in fester Form vor, während Eckardt durchaus mehrfach Nahrung in flüssiger Form den Vorzug gab. Eine von vielen Nachwirkungen war dann auch dieses legendäre "mitsamt-der-Bütt-umkippen", auf einer Rosenmontagsveranstaltung der Windshemia. Man sollte also zuerst schauen, ob man nicht im Glashaus sitzt, bevor man mit Steinen wirft.
Eine irgendwie komische Kombination ergibt sich durch diese Kandidatur für das Bürgermeisteramt durch Jürgen Henkel. Auf der einen Seite sind da die eher nicht zartbesaiteten FWG- Stadträte Stefan Eckardt, Wolfgang Eckardt und Hans Wild, die verbal voll und oft grenzwertig zur Sache gehen. Auf der anderen Seite ist der Pfarrer Jürgen Henkel, von dem man eher Versöhnliches und Zurückhaltung erwartet. Genau dieser Jürgen Henkel nimmt sich dann den Altbürgermeister Wolfgang Eckardt in jeder Hinsicht zum Vorbild, wenn er von seinen Plänen als möglicher Bürgermeister spricht.
Der designierte Kandidat Henkel übersieht sehr vieles, wenn er den Altbürgermeister Eckardt in den siebten Himmel hebt.